Ein Tür für alle Wünsche

Kitsch oder Kulturgut? Die Geschichte des Einhorns ist lang und bewegt. Früher galt seine Existenz als unumstritten. Heute lässt sich mit dem Fabelwesen fast alles vermarkten.

Einhorn-Luftballon.
Das Einhorn wird heute oft in Regenbogenfarben dargestellt. Foto: plainpicture/Heidi Mayer

Als Marco Polo auf Sumatra ein Einhorn sah, war er enttäuscht. So hatte er sich das Tier nicht vorgestellt: mit dem Kopf eines wilden Ebers und einer Vorliebe für Schlammbäder. „Zum Ansehen ist es ausgesprochen häßlich“, notierte der Reisende um 1291. „Diese Tiere haben mit unsern Einhörnern gar nichts gemein.“ Man kann die Irritation verstehen, denn tatsächlich hatte ­Polo im heutigen Indonesien kein elegantes Pferdewesen, sondern ein Rhinozeros beobachtet.

 

Das Einhorn. Kulturgeschichte einer Sehnsucht

Kulturdoku

Sonntag, 19.4.

— 16.45 Uhr

bis 17.6. verfügbar