»Man möchte ihn schütteln«

Der Schauspieler Christoph Maria Herbst ist ein begnadeter Comedian. In „Sommer auf Asphalt“ zeigt er, dass er auch das tragische und zurückgenommene Fach beherrscht. Ein Interview.

Der Schauspieler Christoph Maria Herbst vor grüner Hecke.
Den Weg zur Schauspielerei fand Christoph Maria Herbst über Bühnen-Engagements. Heute ist er in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen zu sehen, zuletzt in „Der Buchspazierer“. Foto: Marcus Simaitis/laif

Welcher deutsche Schauspieler kann schon von sich behaupten, so viele komplett unterschiedliche Rollen jeweils absolut überzeugend gespielt zu haben? Die Palette reicht vom Ex-Wirecard-Chef ­Markus Braun über König ­Julius aus den „Hui Buh“-Kinderfilmen bis hin zum berüchtigten Büroekel Bernd ­Stromberg. ­Christoph ­Maria Herbst kann das behaupten. Dafür wurde der 1966 in Wuppertal geborene Comedian und Schauspieler mit zahlreichen Preisen bedacht, etwa mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Comedy­preis. Im Oktober ist er auf ARTE in der Tragi­komödie „­Sommer auf ­Asphalt“ von ­Simon ­Ostermann in einer ernsten Rolle zu sehen: An der Seite von ­Mala ­Emde spielt er einen Mann mit Gehirntumor, der sich in seinen letzten Lebensmonaten auf das besinnt, was wichtig ist: die Familie. Zum Interview in einem Kölner Hotel kommt ­Christoph ­Maria Herbst mit dem Fahrrad. Auch sonst versuche er, erzählt er, seine vielen Reisen „möglichst emissionsarm“ zu bestreiten: mit einem E-Auto.

Sommer auf Asphalt

Tragikomödie

Donnerstag, 1.10.
— 20.15 Uhr
bis 16.7.29 auf arte.tv