Jamaikanisches Jerk Chicken aus London

Jamaikanische Küche – made in London: Diese Hühnerschenkel in scharfer Marinade bringen karibisches Flair an den Esstisch.

Jamaikanisches Jerk Chicken
Foto: Meike Bergmann für ARTE Magazin

Es ist erst Januar und die Barbecue-Saison noch in weiter Ferne – gerade deshalb hat mich dieses jamaikanische Traditionsgericht angesprochen: Wenn schon keine wärmenden Sonnenstrahlen im Gesicht, dann wenigstens Chili-­Feuer am Gaumen. Schließlich lassen sich die Hühnerbeine auch im Backofen statt auf dem Outdoor-Grill zubereiten. Die karibische Community, die die „Zu Tisch“-Sendung über London porträtiert, lässt sich die gute Laune und das gemeinsame Kochen ja auch nicht vom britischen Nieselregen verderben.

Zu Tisch: London, Großbritannien

Esskulturdoku

Sonntag, 4.1. — 18.35 Uhr
bis 3.4. auf arte.tv   

 

Die karibische Community, die die „Zu Tisch“-Sendung über London porträtiert, lässt sich die gute Laune und das gemeinsame Kochen ja auch nicht vom britischen Nieselregen verderben. Die Zutaten für die scharf-würzige Jerk-­Marinade sollten in Deutschland leicht zu bekommen sein – bis auf die Afro-­Chilis. Sie sind knubbeliger und schärfer als ihre asiatischen Verwandten, die es in jedem Supermarkt gibt. Die aus Jamaika zugewanderte ­Elaine ­Spencer aus der Doku besorgt sie auf dem Markt im Stadtteil Brixton. Da würde ich auch gerne mal einkaufen – bis es so weit ist, nehme ich mit den länglichen asiatischen Schoten vorlieb: Kräuter abbrausen, trocken schütteln und klein schneiden. Zwiebel und Knoblauch abziehen und würfeln. Chilis fein hacken. Ingwer schälen und fein hacken. Limetten auspressen. Pimentkörner mörsern. Die Zutaten sowie die übrigen Gewürze und das Tomatenmark mit einem elektrischen Zerkleinerer mixen und mit Salz abschmecken. Die Hühnerschenkel damit einpinseln und etwa zwei Stunden, längstens aber 24 Stunden marinieren. Danach auf den Grill legen und von beiden Seiten jeweils circa 15 Minuten grillen, je nach Größe der Keulen. Alternativ im Backofen mit Grillfunktion braten. Dazu passen Kartoffeln, Salat – oder das Yucca-­Gemüse aus der Sendung. Eat good!

 

Zutaten

Fleisch
• 6 Hühnerschenkel

Marinade
• 1 Bund Koriander
• 1/2 Bund Petersilie
• 1/2 Bund gezupfter Thymian
• 2 Afro-Chilis gelb und rot (oder weniger)
• 1 Zwiebel
• 6 Knoblauchzehen
• 20 g Ingwer
• Saft von 1 bis 2 Limetten
• 1 TL Pimentkörner
• 1 TL Zimt
• 1 Prise Zucker
• 2 Prisen Salz
• 3 EL Tomatenmark

 

Zur Person:
Jenny Hoch, Chefredakteurin
Bisher hatte sie sich nie gefragt, was „jerk“ bedeutet. Nämlich: eine Kochmethode, bei der die Hauptzutat – meist Hühnchen – mit einer Gewürzmarinade eingerieben wird.

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