Es ist wohl einer der berühmtesten Sätze der Filmgeschichte: „Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann“ – gesprochen von Mafiaboss Don Vito Corleone (Marlon Brando) in Francis Ford Coppolas Romanverfilmung von „Der Pate“ (1972). Das Zitat steht sinnbildlich für die Macht und Skrupellosigkeit der italienischen Mafia: Ein vermeintlich faires Geschäft wird durch massive, oft tödliche Drohungen untermalt, die dem Gegenüber keine Wahl lassen. Kaum ein Werk hat die Vorstellung vom organisierten Verbrechen so geprägt wie das „Pate“-Epos des italienischen Autors Mario Puzo samt seiner Verfilmungen – es machte die Mafia zum Mythos. Sah man italienische Banden lange völlig zu Recht nur als gefährliche, gewaltbereite Verbrecherclans, nahm die Öffentlichkeit die Machenschaften der Mafia ab den 1970ern mehr und mehr romantisch verklärt wahr – als eine Art Untergrund-Subkultur.
Die Mär vom edlen Gangster
Lange galten Mafiabosse nur als brutale Verbrecher, dann wurde ihr Leben verklärt. Heute agiert die Mafia meist im Schatten als modernes globales Unternehmen.




