Starke Schultern

Sigourney Weaver prägte 1979 in „Alien“ ein neues Frauenbild. Seither sind kluge Kämpferinnen in Hollywood gefragt.

schwarz-weiß Porträt Sigourney Weaver
Foto: Ron Galella/Ron Galella Collection/Getty

Auf keinen Fall wollte ich mich ducken.“ Das hat die US-amerikanische Schauspielerin ­Sigourney ­Weaver einmal über sich gesagt. Sie ist groß gewachsen – six feet tall, mehr als 180 Zentimeter – und damit nicht leicht zu besetzen. Denn immer noch hält sich das Klischee, dass der Mann in einem Nebeneinander der größere Part sein sollte. ­Weaver war schon in der Pubertät hoch aufgeschossen, aber sie wusste, dass sie sich damit eines Tages wohlfühlen würde. Was sie nicht ahnen konnte: dass ihre Körpergröße zu einem wesentlichen Faktor in ihrer Kinokarriere werden sollte. Als der britische Regisseur ­Ridley Scott Ende der 1970er Jahre die Rollen für einen Science-­Fiction-Film besetzte, kam ­Weaver sogar in High Heels. So wurde sie Teil der Crew der Nostromo, eines schäbigen Frachtschiffs, das in den Tiefen des Weltalls eine Begegnung der grässlichen Art hat: Die Raumfahrer stoßen auf ein Alien, ein außerirdisches Wesen, das nichts mit der davor geläufigen Idee der kleinen, grünen Männchen gemein hat. Sieben Menschen arbeiten auf der Nostromo, zwei davon sind Frauen. Aber am Ende gibt es nur eine Überlebende: ­Ellen ­Louise Ripley.

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Sigourney Weaver – Actionheldin und Stil-Ikone

Porträt

Mittwoch, 5.6.
— 22.20 Uhr
bis 4.6.27 in der
Mediathek