Spiel, Satz, Sportgeschichte

Das Wimbledon-Finale 1980 zwischen Björn Borg und John McEnroe war mehr als ein Spiel: Es begründete den Mythos von Tennis als Nervenkitzel-Krimi und machte die Sportart global beliebt.

Björn Borg Wimbeldon Tennis
Foto: Steve Powell/Allsport/Getty Images

Time. Players are ready. Quiet please“: So lautet, mit britischem Understatement vorgetragen, der meditative Dreiklang der Stuhlschiedsrichter, wenn es weitergehen soll. Und vielleicht ist Tennis der beste Sport, um beim Spielen und Zuschauen aus der Zeit zu fallen. In den ersten Szenen von Janus Metz’ Drama „Borg ­McEnroe – Duell zweier Gladiatoren“, das ARTE im Juli zeigt, schaut der Schwede Björn Borg (­Sverrir ­Gudnason) kritisch auf die Saiten seiner heute prähistorischen, damals topaktuellen Donnay-­Holzkeule. Dann sehen wir ihn auf dem Balkon seines trostlosen Luxusplattenbau-Appartments in Monaco, im 23. Stock. Vor sich das weite blaue Mittelmeer, unten ein kleiner blauer Pool. Mit melancholischem Gesicht und freiem Oberkörper balanciert er auf der Brüstung. Natürlich springt er nicht, er will Tennisgeschichte schreiben und zum fünften Mal Wimbledon gewinnen. 1980 ist das, und der eiskalte Schwede Borg hat im jungen US-amerikanischen Tennis-Punk John ­McEnroe (­Shia ­LaBoeuf) seinen Endgegner gefunden.

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Borg McEnroe – Duell zweier Gladiatoren

Drama

Mittwoch, 24.7.
— 20.15 Uhr