Sie sind rekordverdächtige Leistungssportler, evolutionäre Ausnahmetalente – und stark gefährdet: Aale. Schon seit mehr als 15 Jahren steht der Europäische Aal, eine von drei nördlichen Arten, als „vom Aussterben bedroht“ auf der internationalen Roten Liste. Anders als Sympathieträger wie Panda oder Nashorn findet der glitschige, schlangenförmige Fisch nur schwer eine Beschützerlobby außerhalb von Expertenzirkeln. Nicht wenige Menschen denken eher mit Schaudern an Aspik-Kost oder Günter Grass’ Roman „Die Blechtrommel“, in dem sich Aale aus einem Pferdekopf-Köder winden – ein problematisches Image, das den Tieren nicht gerecht wird.
Glitschige Geschäfte
Einst gab es Aale in Massen, doch durch Umwelteinflüsse und Überfischung sind sie weltweit bedroht. Vor allem in Asien wird viel Geld für die Delikatesse bezahlt. Das befeuert den illegalen Handel.




