Für gewöhnlich empfängt die EU-Kommission keine Terrorkämpfer. Umso überraschender war es, als Ende Juni eine Delegation der Taliban in Brüssel eintraf. Zwar in Zivil und unbewaffnet, aber mit allerlei Wünschen im Gepäck. Die Abgesandten der Machthaber in Kabul sprachen von einem „historischen Besuch“, bei dem es unter anderem um den Ausbau konsularischer Dienste gegangen sein soll. Die EU ließ hingegen verlauten, es hätten lediglich „technische Gespräche“ über Rückführungen afghanischer Staatsbürgerinnen und -bürger stattgefunden; eine Anerkennung des Regimes bedeute das Meeting „keinesfalls“.
Zwickmühle am Hindukusch
Fünf Jahre nach dem Zusammenbruch der Afghanistan-Mission verhandelt der Westen wieder mit den Taliban. Die EU erkennt deren Herrschaft zwar nicht an –ist aber auf Kooperation angewiesen.




