»Politische Waffen«

Zum ersten Mal seit dem Kalten Krieg ist die Angst vor dem Atomkrieg zurück. Verteidigungsexpertin ­Claudia ­Major über Russlands Drohungen und Europas nuklearen Schutzschirm in Zeiten von Donald Trump.

Illustration: Klawe Rzeczy
Im Kalten Krieg wuchsen die nuklearen Waffenarsenale in Ost und West. Angst vor dem Atomkrieg brachte in den 1980er Jahren der europäischen Friedensbewegung großen Zulauf. Illustration: Klawe Rzeczy

Die drohende Apokalypse gehörte zum Kalten Krieg: nukleare Waffenarsenale in Ost und West, groß genug, um sich gegenseitig x-fach zu vernichten. Gegen den Wahnsinn dieses Wettrüstens demonstrierten Anfang der 1980er Jahre Hunderttausende in der europäischen Friedensbewegung. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs schwand die Angst vor dem Atomkrieg – bis Russland seinen Angriff auf die Ukraine mit nuklearen Drohgebärden flankierte. US-Präsident ­Donald Trump nährt zudem Zweifel an der Verlässlichkeit der transatlantischen Allianz – und damit auch am atomaren Schutz Europas. Von einem „neuen nuklearen Zeitalter“ spricht ­Claudia ­Major von der unabhängigen Washingtoner Denkfabrik ­German ­Marshall Fund, eine der Expertinnen in der ARTE-Dokumentation „Atommacht Europa? Auf der Suche nach neuer Sicherheit“, im Interview mit dem ARTE Magazin.

Atommacht Europa? Auf der Suche nach neuer Sicherheit

Geopolitische Doku

Dienstag, 2.6. — 21.35 Uhr

bis 18.10.30 auf arte.tv   verfügbar