Hallo, ich bin der Louis“, sagt Louis Philippson zur Begrüßung. Das Interview findet im Büro seines Managements in Berlin statt. Seit Kurzem wohnt der 22-jährige Pianist in der Stadt. Anfang des Jahres hat er noch sein Studium der Internationalen Wirtschaft abgeschlossen, das er parallel zum Klavierstudium absolvierte. Vor etwa drei Jahren wurde Louis Philippson auf Social Media plötzlich berühmt – heute hat er über eine Million Follower, für die er besonders schwere Stücke spielt, Ausschnitte aus seinen Konzerten zeigt oder einfach in die Kamera quatscht. Es begann, wie man es sonst eher von Popmusikern kennt: Nachdem er anfing, auf dem Klavier seiner Schwester zu spielen, wurde er mit acht Jahren auf YouTube von einer Klavierprofessorin entdeckt und studierte daraufhin klassisches Klavier. „Mit Social Media hatte ich bis vor drei Jahren gar nichts am Hut“, sagt er rückblickend. Mittlerweile hat er zwei Alben veröffentlicht und ist aktuell zum zweiten Mal auf Tour. Am 21. Juni, dem Tag der „Fête de la musique“, moderiert Louis Philippson gemeinsam mit ARTE-Moderatorin Annette Gerlach „europiano – Die schönsten Klavierkonzerte aus ganz Europa“, ein achtstündiges Liveprogramm, bei dem aus zehn europäischen Städten zehn Klavierkonzerte übertragen werden. „Ich freue mich sehr, Teil dieses Projekts zu sein“, sagt er. Denn: „Klassische Musik überwindet Grenzen und verbindet.“ Ein Gespräch über TikTok-Kommentare, Vladimir Horowitz und darüber, warum Europa nach F-Dur klingt.

Vor etwa drei Jahren wurde Louis Philippson auf Social Media plötzlich berühmt – heute hat er über eine Million Follower, für die er besonders schwere Stücke spielt, Ausschnitte aus seinen Konzerten zeigt oder einfach in die Kamera quatscht. Foto: Gregor Hohenberg



