Wiener Blut

Wie der Wiener Musiker Hans ­Hölzel mit seiner schillernden Kunstfigur ­Falco die Pop­kultur aufmischte und doch zeitlebens an sich zweifelte.

Der Popstar Falco mit großer Sonnenbrille.
Mit „Rock Me ­Amadeus“ schrieb Falco Popgeschichte. Bis heute ist es das einzige deutschsprachige Lied, das Platz eins der US-Charts erreicht hat. Doch die Unzufriedenheit, die ­Falco selbst im Moment seines größten Erfolgs spürte, sollte ihn bis zu seinem frühen Tod begleiten. Foto: Peter Noble/Redferns/Getty Images

Es ist so einfach, Falco zu feiern – und dafür hat er, der Sprachvirtuose, der Pop-Pionier, wirklich viel getan. Unter Musikkritikern gilt er als einer der ersten weißen Rapper, weit vor ­Vanilla ­Ice, den ­Beastie Boys und ­Eminem. Es ist aber auch einfach, ihn zu verabscheuen. Man muss in den Internetarchiven nur ein paar seiner großkotzigen, misogynen Fernsehauftritte nachklicken, die ihm in den 1990er Jahren noch Applaus und Lacher einbrachten. Was nicht so leicht zu begreifen ist: wo die Trennlinie verläuft zwischen dem Österreicher Hans ­Hölzel (1957–1998) und der Kunstfigur ­Falco, die Mitte der 1980er Jahre zum weltweit erfolgreichsten deutschsprachigen Musikexport wurde.

Falco – Mon Amour

Porträt

Freitag, 18.9.
— 21.45 Uhr
bis 16.12. auf arte.tv