Zwischen tiefgrünen Dschungelpflanzen, Treppen, die ins Nichts führen, und Tiergeräuschen in einem mystischen Skulpturengarten im mexikanischen Regenwald findet die Künstlerin Leonora Carrington (Olivia Vinall) einen Ruhepol. Der in der subtropischen Sierra Gorda gelegene Park Las Pozas des exzentrischen britischen Mäzens Edward James ist der Ausgangspunkt des Biopics „Leonora im Morgenlicht“ (2025) über die britisch-mexikanische Surrealistin. Die elliptische, assoziative Filmreise von Lena Vurma und Thor Klein erzählt Carringtons Leben in Rückblenden und basiert auf Elena Poniatowskas biografischem Roman „Frau des Windes“ (2011). „Ist es nicht gefährlich, wenn man die Grenze zwischen Abstraktion und Realität verwischt?“, fragt die Malerin einmal ihren Lebensgefährten Max Ernst (Alexander Scheer), den berühmten Wegbereiter der Surrealisten.

Leonora Carrington (Olivia Vinall) blickt im Dschungel-Domizil zurück: auf ihre patriarchal geprägte Kindheit, Selbstbehauptung in der Kunstwelt und ihre vom Krieg zerrissene Liebe zu Max Ernst (Alexander Scheer). Foto: Mirjam Kluka / Dragonfly Films / Alamode Film / ZDF



