Wohin der Kranich steuert

Seit 100 Jahren fliegen die Maschinen der ­Lufthansa um die Welt. Was ist übrig vom Luxus des Jetset-Booms – und hat das Unternehmen die Existenzkrise nach Corona überstanden?

Lufthansa Maschine geparkt
Aufnahmen aus dem Jetset-Zeitalter und persönliche Schilderungen von Fluggästen und Flugingenieuren geben Einblicke in die Entwicklung der Airline und zeigen, wie Wandel und Wachstum sowie Rückschläge und Erfolge die Geschichte der Lufthansa bis heute prägen. Foto: Marc Krause / Connected Archives

Der 23. Dezember des vergangenen Jahres war für das Unternehmen Lufthansa ein besonderer Tag: Kurz vor Weihnachten landete eine Maschine mit der Kennzeichnung „D-ABPU“ nach einer langen Reise über den Nordatlantik auf dem Frankfurter Flughafen. Die ­Boeing 787-9, die ab Mitte Januar auch im Liniendienst fliegen sollte, ist auffällig lackiert. Nicht im klassischen Lufthansa-­Weiß, sondern in Dunkelblau mit einem riesigen weißen Kranich, der sich fast über die ganze Länge des Rumpfes streckt und dessen Flügel in die Tragflächen des Langstreckenjets überzugehen scheinen. Für die ­Lufthansa ist das Flugzeug nicht nur wegen des 100-jährigen Firmenjubiläums relevant. Irgendwie markiert es für die größte Airline-­Gruppe Europas auch das Ende einer langen Leidensphase und steht, so hofft sie, für den Aufbruch in bessere Zeiten. Mit den neuen Jets, die sie bestellt hat, will sie auf dem wichtigen Langstreckenmarkt wieder wachsen und die veraltete Flotte erneuern. 100 Jahre nach der Gründung der ­Lufthansa ist die Lage nicht rosig. Die Kernmarke ­Lufthansa Airlines ist nicht profitabel, die Konkurrenz bedrohlich, die Kosten sind zu hoch und die Bordprodukte verbesserungswürdig.

Die zwei Leben der Lufthansa

2-tlg. Geschichtsdoku

Donnerstag, 19.3.
— ab 20.15 Uhr
bis 16.6. auf arte.tv