Am Anfang steht das Ende: Ein historischer Fernsehbeitrag zeigt den Abriss der Reformuniversität Vincennes bei Paris im Sommer 1980. Während Studierende Matratzen und Bücher aus den Gebäuden tragen, reißen Bagger die Mauern nieder. Offiziell sind ein ausgelaufener Pachtvertrag, baurechtliche Probleme und der geplante Umzug nach Saint-Denis die Gründe. Kritiker sehen darin jedoch die Zerstörung eines Symbols der 1968er-Bewegung – eine Maßnahme des Staates gegen eine unbequeme Bildungsinstitution. Mit der Demontage dieses politischen Experiments beginnt die achtteilige Serie „Die Revoluzzer“. Original-Archivmaterial und fiktive Szenen gehen dabei nahtlos ineinander über. In warmen Sepiatönen und mit viel Humor erzählt die Serie von einer Zeit des Aufbruchs – und von Konflikten und Ideen, die bis heute nichts von ihrer Brisanz verloren haben.
Der Campus der Revolte
Die Reformuniversität Vincennes wurde 1969 zum Labor neuer Ideen. Die Serie „Die Revoluzzer“ erzählt von einer Zeit des Aufbruchs, die bis heute nachwirkt.




