Auf einem nebligen Schotterweg an der französischen Atlantikküste läuft eine Frau mit elegantem weißem Mantel einem Jungen hinterher. Ihr Outfit steht im krassen Kontrast zur kargen Landschaft. „Lars? Lass uns doch einfach Urlaub machen! Wir dichten das Boot wieder ab und dann segeln wir aufs Meer.“ „Das Boot ist kaputt“, erwidert der Junge und entfernt sich weiter von seiner Mutter. „Wir können es reparieren – oder wir machen etwas anderes“, drängt die Frau weiter. Der Sohn wird langsamer, dreht sich um, taxiert seine Mutter: „Was denn?“ Die Mutter schaut ihn bekümmert an: „Wieso willst du nicht in die Schule?“ Plötzlich werden die Gesichtszüge des Jungen weicher, verzweifelter. Er ringt mit einer Antwort, als das Telefon der Mutter surrt und die Stille der Natur durchbricht.
Kein Empfang
Eine einsame Insel, eine zerrüttete Mutter-Sohn-Beziehung und jede Menge Missverständnisse: Ava Bringmann Slaks Film „Kein Wort“ reizt das Scheitern von Kommunikation bis zum Äußersten aus.




