Die Annäherung an die Hochkultur kam Anfang der 2010er Jahre; da spielten Peter Kruder und Richard Dorfmeister erstmals eine Konzertreihe im Wiener Burgtheater. Und es funktionierte. Der sehr spezielle Downbeat-Electro der Österreicher, der sich Ende der 1990er zu einem weltweit geachteten Phänomen entwickelt hatte, wurde plötzlich nicht mehr nur als Musik zum Chillen wahrgenommen. Visuell hübsch aufbereitet, funktionierte das Projekt Kruder & Dorfmeister, kurz K&D, auch in Theatern und Konzertsälen für klassische Musik. Die zeitlose Sinnlichkeit und die cineastische Atmosphäre der Musik kamen hier besonders zur Geltung. Inzwischen werden Live-Shows der Österreicher sogar mit den erfolgreichsten Pionieren ihrer Zunft verglichen: Kraftwerk. Wie viel an solchen Vergleichen dran ist, zeigt ARTE im Mai mit dem Konzertfilm „Kruder & Dorfmeister: Wiener Konzerthaus“.

Einatmen. Zurücklehnen. „The K&D Sessions“ ist kein Album – dieses Werk ist ein Zustand. Ein akustischer Raum, in dem das Zeitgefühl sich auflöst. Für die Show im Wiener Konzerthaus haben Kruder & Dorfmeister den Puls ihres berühmten Albums, das vor mehr als 25 Jahren erschienen ist, mit einer vierköpfigen Live-Band übertragen. Foto: Max Parovsky / IMG



