Auf eine Nudel mit Lucie

Spaghetti und Co. wickeln Esser auf der ganzen Welt um den Finger – Pardon! – die Gabel. Die ARTE-Köchin gehört dazu.

Nudelnester
In der Sendung entdeckt die Köchin Lucie Fischer-Chapalain die Welt der Pasta: Sie kocht Möhren-Gnocchi und Trüffel-Tagliatelle und klärt über den italienischen Pasta-Knigge auf. Foto: R.Tsubin / Moment / Getty Images

Woher stammen Nudeln?

Pasta ist nicht gleich Italien – auch wenn Nudeln dort als Nationalgericht gelten. Ursprünglich stammen sie wohl aus China, wo bei Ausgrabungen eine 4.000 Jahre alte Steingutschale mit Nudeln gefunden wurde. Immerhin: In Italien wurden Geräte zur Pastaherstellung aus dem 4. Jahrhundert entdeckt.

Zu Tisch mit Lucie – Kitchen Hacks: Pasta

Esskulturdoku

Freitag, 13.2. — 11.55 Uhr
bis 9.11. auf arte.tv   

Wie viele Sorten gibt es?

Weltweit sind es mehr als 600. Wobei Form und Struktur den Unterschied machen: An Spaghetti haften Soßen nicht so gut wie an Penne oder Spirelli. Maccheroni wiederum nehmen sie sogar von innen auf. Geschmackssache!

Gibt es einen Pasta-Knigge?

Die Italiener mögen bekannt sein für Dolce Vita, bei der richtigen Art, Nudeln zu essen, sind sie streng: Löffel sind tabu. Spaghetti werden mit der Gabel direkt vom Teller aufgerollt. Die Erfindung der vierzinkigen Gabel soll auf den Bourbonen Ferdinand IV., den späteren König von Neapel, zurückgehen – kein Wunder, dass man in Italien stolz auf das Essbesteck ist.

Nudeln vom Vortag – eine gute Idee?

Allerdings, denn sie liefern weniger Kalorien. In „Zu Tisch mit Lucie“ erfährt man, warum: In wieder erwärmter Pasta entsteht resistente Stärke, ein Ballaststoff, der im Dünndarm unverdaulich bleibt. Erst im Dickdarm wird er mithilfe von Bakterien verstoffwechselt. Dabei stärkt er die Darmflora und wirkt entzündungshemmend. Gilt auch für Kartoffeln und Reis!

Tagliatelle mit Trüffeln – so geht’s!

Lucie kocht dafür 600 Gramm frische Tagliatelle al dente. Währenddessen brät sie in einer Pfanne in Olivenöl vier gehackte Schalotten mit einem Teelöffel gemörsertem schwarzem Pfeffer und zwei Prisen Salz an. Sie gibt eine Kelle Nudelwasser, die gekochten Nudeln und etwa 100 Gramm geriebenen Parmesan hinzu, bevor sie die Wärmezufuhr abschaltet. Anschließend übergießt sie das Ganze mit vier mit etwas Wasser verquirlten Eigelben und gibt gehobelten Trüffel sowie zwei bis drei Kellen Nudelwasser hinzu. Noch mal durchrühren und mit noch mehr gehobeltem Trüffel garnieren. Bon appétit!

 

 

Zur Person:
Lucie Fischer-Chapalain, Köchin

Als Pasta-Fan kennt die ARTE-Köchin das Geheimnis einer sämigen Nudelsoße: Nudelwasser zugeben! Die enthaltene Stärke bindet die Flüssigkeit.

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