Von wegen Krise der klassischen Musik: Die Abo-Konzerte der Wiener Philharmoniker sind für die nächsten 13 Jahre ausverkauft, das Neujahrskonzert ist ein weltweites Fernseh-Ereignis und wird in 150 Ländern ausgestrahlt – mit mehr als 50 Millionen Zuschauern. Und das, obwohl das Orchester in einigen Klassik-Feuilletons durchaus kritisiert wird: zu schlampig, zu faul, zu arrogant. Und vor allen Dingen zu wenig Frauen am Pult. Doch sowohl der finanzielle als auch der öffentliche Erfolg geben Österreichs goldenem Vorzeigeorchester Recht. Die Wiener Philharmoniker trotzen der Klassik-Krise und beweisen, dass klassische Musik auch wirtschaftlich sein kann. Und das ganz ohne Chefdirigenten.

Viele der großen Symphonieorchester, wie wir sie heute kennen, entstanden ab der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie waren notwendig geworden, um die monumentalen Werke der Klassik und Romantik überhaupt interpretieren zu können. Die Dokureihe erzählt die Geschichte von vier Orchestern, die die Musikgeschichte geprägt haben.
Der österreichische
Dirigent Herbert von Karajan im Einsatz bei den Berliner Philharmonikern, die oft auf Erneuerung setzen. Foto: Unitel / Berliner Philharmoniker



