Wale singen, Präriehunde pfeifen, Meisen zwitschern, für das menschliche Ohr unhörbar senden Fledermäuse im Ultra- und Elefanten im Infraschallbereich. Dabei sind all die Tonsignale zu Wasser, zu Lande und in der Luft ihrerseits nur eine Facette tierischer Verständigung. Die ARTE-Dokureihe „Die Sprache der Tiere“ erweitert das Spektrum um Ausdrucksformen wie Körperbewegungen, Düfte oder Licht. Diese multimodale, also Mehrkanal-Kommunikation, bei der unentwegt diverse Programme nebeneinander laufen, ist eine Parallele zum Menschen. Auch bei uns transportiert das gesprochene Wort nur einen Bruchteil der Botschaft, den großen Rest vermitteln die Art und Weise, wie wir reden, sowie Mimik und Gestik. Was vor einem halben Jahrhundert der US-österreichische Psychologe Paul Watzlawick als ersten seiner fünf Grundsätze – Axiome genannt – formulierte, gilt in der Menschen- wie Tierwelt: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“
Was Tiere zu sagen haben
Tierische Kommunikation zu entschlüsseln, heißt nicht zwingend, sie in unsere Sprache zu übersetzen. Es geht um Verständnis und Koexistenz – für wirksamen Artenschutz.

Mit Tröten, Grollen, Infraschall, Gesten und und Düften verständigen sich Elefanten. Foto: Matthias Hempel/Getty Images



