»Nicht vorschnell urteilen«

Wahrhaftig leben und spielen: Darum geht es ­Christina Hecke. ­Sie spricht über ihre Rolle als Kommissarin Judith Mohn – und über Fälle, in denen nichts so ist, wie es scheint.

Porträt der Schauspielerin Christina Hecke.
Christina Hecke studierte zunächst Jura und entschied sich später für eine Schauspiel­ausbildung. Es folgten Engagements am Theater sowie zahlreiche Kino- und Fernsehrollen. Foto: Foto: B Steffi Henn/Glampool
Christina Hecke hatte für das Interview zunächst ein Berliner Kiez-Café vorgeschlagen – ruhig und großzügig sollte es sein. Doch als wir dort ankommen, ist der Raum gefüllt mit dicht an dicht sitzenden Laptop-­Arbeitern und lebhaften Gesprächen. Spontan entscheidet sie: Wir gehen zu ihr. Wenig später sitzen wir am Küchentisch und sprechen darüber, was sie an der Krimireihe „In Wahrheit“, die bald ihr zehnjähriges Jubiläum feiert, sofort fasziniert hat – und warum die Wahrheit in ihrem eigenen Leben eine so große Rolle spielt.

ARTE MagazinDenkt man an Ermittlerinnen in Krimi­serien, hat man schnell spröde Charaktere mit düsterer Vergangenheit im Kopf. Warum trifft das auf Ihre Protagonistin ­Judith Mohn nicht zu?

Christina Hecke Als ich zum ersten Mal von „In Wahrheit“ hörte, saß ich gerade in einem Shuttle auf dem Weg zu einem anderen Dreh. Das Skript hielt ich in Händen und konnte es nicht mehr weglegen. Ich wusste sofort: Das ist meine Aufgabe. Das berührt mich. ­Judith hat mich als Frau von Anfang an fasziniert – sie beobachtet aufmerksam, urteilt nicht vorschnell und ist dabei unkonventionell, ein wenig wild sogar.

In Wahrheit – Verschwiegen

Krimireihe

Freitag, 17.4.

— 20.15 Uhr

bis 16.5. verfügbar