Die Stimme von oben

Zwischen Barockoper und New Wave: Als Gesamtkunstwerk ragt Countertenor Klaus Nomi in der Popkultur schrill heraus. Wer war der Mensch, der sich als Außerirdischer sah?

Ein Mann in einem barocken Kostüm.
An Kunstfigur Klaus Nomi war alles außergewöhnlich: Frisur, Outfit, Stimmumfang. Nomi verehrte ­Elvis ­Presley ebenso wie Maria Callas. Der frühe Aids-Tod verhinderte die ganz große Karriere. Foto: Curtis Knapp/Getty Images

Zur Premiere des auf Moderator ­Thomas ­Gottschalk zugeschnittenen „Wetten, dass..?“-Vorläufers „Na sowas!“ erklangen 1982 im ZDF Töne, wie sie das deutsche Fernsehen bis dahin noch nicht erlebt hatte. Ein drahtiger Sänger im futuristischen, geometrischen Schwarz-Weiß-­Kostüm lieferte eine wahre Sensation zur besten Vorabend-Sendezeit: der Countertenor Klaus Nomi (1944–1983). Nomis Stimme umfasste ungewöhnlich viele Oktaven, vom Bariton bis in den Sopran, und er wechselte zwischen den Lagen oft abrupt.

Klaus Nomi: Sänger der dritten Art

Porträt

Freitag, 13.11.

— 21.45 Uhr

bis 10.2.27 auf arte.tv