Vor ein paar Jahrzehnten war Louis Vuitton eine Marke, die man vor allem für braune Koffer mit Monogramm-Muster kannte. Die waren teuer, wirkten aber auch ein bisschen angestaubt. „Ihr Image ist Palm Beach“, so drückte es Anna Wintour, damals Chefredakteurin der US-amerikanischen Vogue, einmal aus. Wer modisch vorne dabei sein wollte, kaufte eher anderswo. Heute ist Louis Vuitton eine der bekanntesten Modemarken der Welt. Sie macht einen geschätzten Umsatz von 20 Milliarden Euro, karrt unzählige Hollywoodstars zu ihren Pariser Modenschauen. Für die Fußball-Weltmeisterschaft und die Formel eins fertigt sie die Trophäenkoffer. Und in einem eigenen Museum zeigt das Label hochkarätige Kunst. Wenige Modehäuser besitzen eine vergleichbare kulturelle Präsenz – es ist eine Evolution, von der andere träumen.
König der Luxuswelt
Ob Mode oder Champagner, im Geschäft mit teuren Dingen ist der Konzern LVMH so mächtig wie keiner. Sein Besitzer Bernard Arnault hält sich gern im Hintergrund.




