Mehr als die Schönheit des Augenblicks

Seine Seerosen kennt die ganze Welt – doch hinter Claude Monets lichtdurchfluteten Landschaften steckte ein radikaler Erneuerer der Malerei. Zum 100. Todesjahr wird der Impressionist in großen Ausstellungen von Tokio über Frankfurt und Potsdam bis Paris neu vermessen.

Claude Monets Seerosen
Claude Monets „Nymphéas“ blieben zunächst unbekannt, selbst nach dessen Tod. Erst Maler und Sammler aus den USA und Japan entdeckten das Meisterwerk. Foto: Buyenlarge / Getty Images

An dem Teich, an dem Claude Monet einst seine Seerosen malte, angelte ­Philippe ­Piguet als Kind nach Karpfen und Gründlingen. Mit den Rollgestellen, auf denen der Maler zuvor an seinen wandfüllenden Werken für das Musée de l’Orangerie in Paris arbeitete, sauste er durch das leere Atelier und spielte mit seinen Cousins Autobus. Ende der 1950er Jahre waren Garten, Atelier und Wohnhaus von ­Monet in Giverny noch nicht jener Wallfahrtsort für Impressionismus-Anhänger, den heute 830.000 Menschen aus aller Welt jährlich besuchen. „Es war schlicht das Haus von meinem Großonkel Jean-­Pierre, den ich mit meiner Oma ­Germaine oft am Wochenende besuchte“, sagt Piguet im Gespräch mit dem ARTE Magazin. Erst 1980 wurde der Ort zum Museum.

Claude Monets Seerosen: Schönheit für die Ewigkeit

Kunstdoku

Sonntag, 11.10.
— 16.55 Uhr
bis 29.1.27 auf arte.tv