Ein Streifen Südsüße
Saint-Tropez, Monaco, Cannes – besitzt die Côte d’Azur noch ihre glamouröse Strahlkraft? Schriftsteller Dmitrij Kapitelman hat Zweifel.
Saint-Tropez, Monaco, Cannes – besitzt die Côte d’Azur noch ihre glamouröse Strahlkraft? Schriftsteller Dmitrij Kapitelman hat Zweifel.
Der Händler auf dem Wochenmarkt schüttelt den Kopf: So etwas Besonderes wie Brunnenkresse hat er nicht. Auch in diversen Gemüse- und Bioläden gehe ich leer aus. Tja, würde ich in Paris wohnen, hätte ich das Problem nicht.
„Wir lieben Pilze, aber am meisten lieben wir das Leben“, sagen die Bewohner des griechischen Pindosgebirges – und lassen ihnen unbekannte Arten lieber stehen.
Wer sich je gefragt hat, wer die Pizza erfunden hat, hier kommt die Antwort: Schon in der Antike buk man runde Fladenbrote in der Herdasche.
Smoothies, insbesondere die mit Gemüseanteil, gelten ja als geradezu magische Jungbrunnen. Gesundheitsapostel weltweit sind besessen davon und kreieren die wildesten Mixturen. Neu ist daran allerdings wenig.
Auch in dieser Saison werden die Italiener wieder viel Geduld mit ihren deutschen Nachbarn haben müssen. Denn Dolce Vita, das heißt für uns Teutonen ja auch, Cappuccino zu jeder Tages- und Nachtzeit zu ordern oder die eigenen Italienischkenntnisse mit einem forschen „due Espressos!“ unter Beweis zu stellen. Einen weiteren Anlass für heimliches Augenrollen italienischer Kellner bieten die allseits beliebten Spaghetti Bolognese.
Man kennt das aus der Fußgängerzone: Aus den sich dort unablässig vermehrenden Coffeeshops weht einem der Duft des beliebtesten Heißgetränks der Deutschen (160 Liter pro Kopf und Jahr) in die Nase. Oft genug wird dieser Geruch allerdings künstlich erzeugt.
Echten Rebelmais, die Hauptzutat für diesen vegetarischen Auflauf, gibt es nicht im Supermarkt. Dafür müsste ich schon nach Liechtenstein.
Gulaschkanone. Das klingt nach Abfütterung ganzer Kompanien, nach Mampf für Massen. Ich habe nachgelesen, im Ersten Weltkrieg wurde mit den fahrbaren Feldküchen – eben jenen „Gulaschkanonen“ – oft das Fleisch der im Gefecht getöteten Pferde verkocht.
Für einen Sauerteig, heißt es, brauche man nur zwei Zutaten: Mehl und Wasser. Ich hätte ahnen können, dass das nur die halbe Wahrheit ist.
SO ISST EUROPA Kleiner Drachenkopf. Knurrhahn. Zackenbarsch. Meeraal.